Review: Iggy Pop – ZOMBIE BIRDHOUSE

-

Review: Iggy Pop – ZOMBIE BIRDHOUSE

- Advertisment -

Iggy Pop Zombie Birdhouse

Fressen oder gefressen werden: Mr. Pops famoses sechstes Studiowerk in Vinyl- und CD-Neuauflage.

17 imposante Soloalben zählt die Discographie von Iggy Pop seit Karrierestart mit den von David Bowie produzierten Meilensteinen THE IDIOT und LUST FOR LIFE (beide 1977). Nicht alles brillant, aber stets in stilistischer Vielfalt und mit gelegentlichen Überraschungen ausgestattet. Vor allem aber: Es finden sich keine derben Ausrutscher darunter.

Nach Auslaufen seines Arista-Vertrages nach dem vorzüglichem LP-Triptychon NEW VALUES (’79), SOLDIER (’80) und PARTY (’81) fand Mr. Osterberg in Debbie Harry und Chris Stein von Blondie neue Gönner. Aus der zweiten Hälfte der siebziger Jahre existieren diverse Fotos und Videos, die die Freundschaft des Pärchens mit seinem Idol dokumentieren. Für Pops sechstes Solowerk ZOMBIE BIRDHOUSE, für die Neuversion von Paschal Byrne in den Londoner The Audio Archive klanglich optimiert, übernahm Stein nicht nur auf dem Produzentenstuhl Platz und im Gespann mit Blondie-Schlagzeuger Clem Burke auch instrumentale Aufgaben, sondern veröffentlichte das Ergebnis auf der hauseigenen Marke Animal Records.

Entstanden im Juni 1982 in den Blank Tape Studios, New York City, mit Gitarrist, Keyboarder und Co-Autor Rob Duprey, umflorte das runde Songdutzend wie so viele Pop’sche Alben Zeitlosigkeit. Famose Kracher zwischen Rock, New Wave, Post-Punk und Garagen-Beat wie ›Bulldozer‹, ›The Villagers‹, ›Run Like A Villain‹ und ›Eat Or Be Eaten‹ schüttelte Iggy Pop vor 40 Jahren ebenso locker aus dem Ärmel wie heute, wenn er mit Josh Homme kollaboriert. In › Life Of Work‹ experimentierte er mit einem hypnotischen Elektronik-Loop und der Harmonie des Shantys ›What Shall We Do With The Drunken Sailor‹.

Als Ohrwürmer ließen sich die C & W-Ode › The Ballad Of Cookie McBride‹ sowie die Pophymne ›The Horse Song‹ identifizieren. Authentische Experimente lieferten die Collage ›Watching The News‹ sowie das polyrhythmische ›Street Crazies‹. Als Bonus fügte sich ›Pain And Suffering‹ an.

9/10

Iggy Pop
ZOMBIE BIRDHOUSE
CAROLINE/UNIVERSAL

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Das Neueste

Jimmy Page: Der Gitarrenhexer im Interview

Von seinem „Excalibur-Moment“ mit der Gitarre über die Yardbirds bis zur (Neu-)Erfindung des Hardrock mit Led Zeppelin und darüber...

Mötley Crüe: Mash-Up mit Martha and the Vandellas

Manchmal passen ja gerade die Dinge zusammen, die nicht zusammengehören: Manch einer schwört auf Essiggurken mit Schokolade. Etwas verdaulicher...

Werkschau: Unser Album-Guide zu Jimi Hendrix

Der Rockgitarrist schlechthin. Legendär! Revolutionär! Stilprägend! Darf in keiner Plattensammlung fehlen. Wir geben Entscheidungshilfe. Unverzichtbar ARE YOU EXPERIENCED (Polydor, 1967) 1967 war...

Meilensteine: Pink Floyds exzentrischer Auftritt bei „Games For May“

12. Mai 1967: Pink Floyd veranstalten das Happening Games For May in der Queen Elizabeth Hall. Seit das von Frontmann...
- Werbung -

Was machen eigentlich Praying Mantis?

TIME TELLS NO LIES von Praying Mantis feiert heuer 40-jähriges Jubiläum. Einen Geburtstag, den das sogenannte NWOBHM- Genre schon...

The Dead Daisies: Neue Single ›Like No Other‹ mit Videospiel

Die Dead Daisies legen die Latte ein Stück höher. So wird ihr letztes Album HOLY GROUND nicht nur von...

Pflichtlektüre

Review: The Rolling Stones – FROM THE VAULT: STICKY FINGERS LIVE AT THE FONDA THEATRE 2015

„We love to play the blues.“ So heißt es...

Seht hier den Clip zu ›Morning Coffee‹

Jesper Munk stellt uns in seinem neuen Video eine...
- Advertisement -

Das könnte dir auch gefallen
Für dich empfohlen